I, Robin, built Jacques for myself. I had the idea for a long time and during the first covid-19 lockdown I took the time to build it.

I just needed a singlecoil guitar with those glassy, dynamic sounds and also a tremolo. The doublecut design is far away from the Fender classic and is more a single cut that continues from one side of the neck to the other which is very comfortable to play and only achievable with a set neck.

The body is swamp ash because I love that wood. The smell, the large pores, the low weight and also the tone. As we like to do, I made the top curved so it weighs even less and makes the guitar more elegant. At the beginning I wanted a maple neck but I had the feeling that I should use the old church bench mahogany that I used for Susi . And that one needed a ebony fretboard.

The pickups are made by Harry Häussel, und speziell verschaltet: Da der gewölbte Korpus einen 5-Wege-Schalter nur schwer zulässt, habe ich lieber einen Toggle-Switch verbaut, der zwischen Hals- und Stegpickup schaltet, in der Mittelposition dann beide, also wie bei einer Tele. Das Push-Pull-Volume-Poti kann dann in der Mittelposition die beiden Pickups von parallel auf seriell umschalten, was den Sound richtig fett macht. Das Tone-Poti kann man auch ziehen, das schaltet dann den Mittel-Pickup parallel dazu. So hat man dann zusätzlich zu den üblichen Strat-Zwischenpositionen noch die Option, alle drei Pickups gleichzeitig zu hören, und, was ich bis jetzt noch nie gehört hatte, den Mittelpickup parallel zu Hals und Steg in Serie, was irgendwie wie ein dicker Humbucker und ein out-of-phase klirren gleichzeitig klingt. Ganz spannend!

Das Tremolo von Schaller schwirrt ganz herrlich, wenn man es bewegt und dank der Klemmmechaniken und dem Knochensattel kann ich verstimmungsfrei ganz ordentlich vibrieren, sogar eine Divebomb geht ganz gut.

Tja, und dann die Farbe. Ich habe sie Erdbeermilch genannt, weil ich die ganze Zeit daran denken muss, aber eigentlich ist es der Fender-Farbklassiker Shell Pink. Ich habe mich da in der Farbästhetik von alten amerikanischen Autos inspirieren lassen, weshalb auch die ganze Hardware verchromt sein musste. Gleichzeitig war ich ein wenig die spiegelglatten Oberflächen satt. Besonders deckende Farben sehen dann einfach nur noch nach Plastik aus. Warum also nicht die großen Poren der Esche betonen statt sie zu füllen? So habe ich einfach die Esche ganz direkt mit dem Farblack lackiert und auch keinen Clearcoat mehr drüber gespritzt, sondern die Farbe direkt poliert. Sieht cool aus, finde ich! Den Hals habe ich nur geölt, der fühlt sich wie rohes Holz an, das gefällt mir in dem Zusammenhang irgendwie auch gut.

Also ich bin sehr glücklich mit Jacques!

  • Body: swamp ash
  • Neck: Kirchenbank-Mahagoni, 2-teilig
  • Fretboard: ebony
  • Machines: Schaller M6 Mini Toplock
  • Bridge: Schaller Vintage Tremolo
  • Pickups: Häussel ST Classic Set mit Chorm-Kappen
  • Scale: 648 mm
  • Oberfläche: Erdbeermilch offenporig hochglänzend (Nitro), Hals geölt
  • Year of manufacture: 2020